Von Brauern, Hussiten und anderen Bernauer Geistern (Zusammenfassung)

Festspiel zum Hussitenfest Bernau 2006

Autor: Holger Herzog (Alle rechte am Stück beim Autor)

1.Szene (Bernau, um 1876)

Die Ausgrabung eines leibhaftigen Hussiten durch den Chemiker und Literaten Dr. Emil Jacobsen und seiner Gesellschaft.

Eine ausgelassene Sonntagsgesellschaft hat sich auf Einladung von Emil Jacobsen in

Bernau zusammengefunden. Sie begeben sich, mit Schaufel und Spaten bewaffnet, auf die Wallanlagen der Stadt. Dort finden sie einen leibhaftigen Hussiten.

Personen: Dr. Emil Jacobsen, Ludwig Pietsch (Journalist), Julius Stettenheim (Journalist), Heinrich Lessing (Maler), Apotheker Rudolf Böhme, August Wernicke (Stadtverordneter und Nachbar von Jacobsen), Fritz Paulsen (Porträtmaler, der Hussit) (Alle 40 bis 50 Jahre alt)

2. Szene (Bernau 1413)

Im Haus der Händler und Brauerfamilie Wiese. Einrichtung entsprechend. Herr Wiese ist auf Handelsfahrt in Stettin. Frau Wiese führt das Haus und die Geschäfte.

Wir befinden uns im Jahr 1413. Während Franz Wiese, ein Bernauer Bierbrauer und Händler auf der Reise nach Stettin ist, führt Thekla Wiese die Geschäfte weiter. Sie versucht, die Produktionsbeschränkungen, wie sie der Rat für ihren Betrieb festgelegt hat, zu lockern. Die Kinder treiben in dieser Zeit ihre Scherze mit Johann, dem alten Gesellen.

Personen: Frau Thekla Wiese (30-40), Geselle Johann (30-40), Magd Hanna (Mitte zwanzig), Georg Wiese (Sohn, 13-14), Elisabeth Wiese (Tochter, 10-12), Karl Hämmerlein (Sohn des Tuchmachers, Freund von Georg und Elisabeth, 13-14)

3. Szene

Im Haus der Händler und Brauerfamilie Wiese. Nach dem Kirchgang. Ankunft Herr Wiese.

Nach dem Kirchgang ist noch der Nachbar und Ratsmitglied Hämmerlein zu Gast im Hause Wiese. An diesem Abend kehrt Franz Wiese nach Bernau zurück. Der Handelszug wurde überfallen. Franz bringt einen verletzten Händler aus Böhmen und dessen Sohn mit in das Haus.

Personen: Frau Thekla Wiese (30-40), Geselle Johann (30-40), Magd Hanna (Mitte 20), Georg Wiese (Sohn, 13-14), Elisabeth Wiese (Tochter, 10-12), Hermann Hämmerlein (Kaufmann und Rat, 40-50), Stadtposten (Melder), Franz Wiese (40-50), Jirschie (Händler aus Klatno 40-50), Jacub (Sohn von Jirschie, 14), Thomas Werner (Bader 40), 2 Träger, Niclas (Pfarrer zu St. Marien, 30)

4. Szene

Auf einer Wiese vor der Stadt, die Kinder spielen.

Die Kinder des Hauses haben sich mit dem jungen Böhmen angefreundet und spielen vor der Stadt. Beim Spiel kommen sie auf den Gedanken, dem alten Gesellen Johann einen Streich zu spielen. Sie beschließen, ihm Bilsenkraut unter sein Bier zu mischen.

Personen: Georg Wiese (Sohn, 13-14), Elisabeth Wiese (Tochter, 10-12), Jacub (Sohn von Jirschie, 14), Karl Hämmerlein (Freund von Georg und Elisabeth, 13-14)

5. Szene

Im Haus der Händler- und Brauerfamilie Wiese. Jirschie hat sich schon so erholt, daß er im Stuhl sitzt. Im Haus wird gearbeitet.

An diesem Tag soll im Hause Wiese eine Bierprobe stattfinden. Nachdem alles soweit ist, erhält jeder einen Krug Bier. Den Kindern gelingt es, unbemerkt Bilsenkraut in Johanns Bier zu mischen. Während sich ein Gespräch über die Lage in Böhmen entwickelt, beginnt das Bilsenkraut zu wirken. Johann bekommt Halluzinationen. Er spricht wirr. Der Bader und der Priester werden geholt. Nachdem Johann zusammengebrochen ist, kann der Bader aufklären, daß Johann mit Bilsenkraut vergiftet wurde. Die Kinder müssen ihre Schuld bekennen.

Personen: Frau Thekla Wiese, Geselle Johann, Magd Hanna (Mitte 20), Georg Wiese, Elisabeth Wiese, Franz Wiese, Jirschie, Jacub, Karl Hämmerlein, Thomas Werner, Niclas

6. Szene

Vor dem Stadttor, Familie Wiese verabschiedet ihre böhmischen Gäste.

Nachdem sich der böhmische Gast erholt hat, wird dieser durch die Bernauer verabschiedet.

Personen: Frau Thekla Wiese, Magd Hanna (Mitte 20), Georg Wiese, Elisabeth Wiese, Franz Wiese, Karl, Jirschie, Jacub.

7. Szene (Bernau April 1432)

Nach einem Zeitsprung in das Jahr 1432 befinden wir uns auf einem Platz in Bernau. Franz Wiese ist gestorben und wurde eben zu Grabe getragen. Die Trauergemeinde trifft auf dem Platz auf die Flüchtlinge, die vor den Hussiten geflohen sind. Unter den Flüchtlingen ist Magda, die aus Buckow geflohen ist. Durch diese erfahren sie mehr über die heranrückenden Hussiten. Die Stadt Bernau beginnt sich auf einen Angriff vorzubereiten.

Personen: Frau Thekla Wiese (Mitte 50), Georg Wiese (Mitte 30), Elisabeth Hämmerlein (früher Wiese Anfang 30), Herrmann Hämmerlein (Anfang 60), Karl Hämmerlein (Mitte 30), Pfarrer Niclas(Anfang 60), Hans Baum (Händler aus Buckow) und weitere Flüchtlinge.

8. Szene

Weit vor der Stadt Bernau. Die Hussiten schicken Jacub, der einst Gast bei den Wieses war, los, um die Lage vor Bernau zu erkunden.

Personen: Jacub(30), Karel (40, Hussitenführer), Wenzel (40, Hussitenführer) und verschiedene Hussiten.

9. Szene

An der Stadtmauer (Bleichwiese). Karl und Elisabeth sind vor der Stadt, um Tuch zu bleichen. Jacub trifft auf die beiden, es kommt zum Kampf. Georg kommt hinzu und erkennt Jacub.

Personen: Georg Wiese, Elisabeth Hämmerlein (Wiese), Karl Hämmerlein, Jacub,

10. Szene

In der Stadt. Stadtbewohner bereiten das mit Bilsenkraut versetzte Bier vor und verlassen die Stadt, getarnt als verspätete Flüchtlinge.

Personen: Georg Wiese, Elisabeth Wiese, Karl, Bader Thomas, Herrmann, Bürgermeister, Rat

11. Szene

Vor der Stadt. Karl und Georg täuschen die Hussiten und das verdorbene Bier wird von den Hussiten getrunken. Die Hussiten, von dem verdorbenen Bier halb kampfunfähig, brennen St. Georgen ab und verlassen Brandenburg in Richtung Lausitz.

Personen: Jacub, Karel (40, Hussitenführer), Wenzel (40, Hussitenführer), Georg und Karl und verschiedene Hussiten.

12. Szene Bernau 1882

In der Stadt Bernau. In der Nacht nach dem ersten Hussitenfest. Jacobsen, Wernicke und Böhme resümieren das erste Hussitenfest. Die Berliner Studenten, die die Hussiten dargestellt haben, stören die nächtliche Ruhe und die Polizei beendet das Fest.

Personen: Dr. Emil Jacobsen, Apotheker Rudolf Böhme, August Wernicke (Stadtverordneter und Nachbar von Jacobsen), Fritz Paulsen (Porträtmaler, der Hussit) (Alle 40 bis 50 Jahre alt) einige Hussiten, Polizeihauptmann und Polizisten

Ende

 
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